Von Wolf Stegemann
Am 10. Januar 1945 wurden Oberstleutnant Rosenau zum Standortältesten und der Major Dr. von Seeger zum Standortoffizier von Rothenburg ob der Tauber ernannt. Als solcher hatte er einen guten Einblick in die dortigen Verhältnisse, auch wenn er bei weitem nicht in alle Vorgänge eingeweiht wurde und er im Chaos der letzten Tage vor Kriegsende in Rothenburg so manche Details nicht überblicken konnte. Er schildert nur, „diejenigen Vorfälle“, an denen er persönlich beteiligt war, wie beispielsweise zeitnah den Umgang mit abgestürzten und gefangengenommenen US-Piloten, von denen viele von Partei- wie auch von städtischen und staatlichen Behörden anderswo offiziell gelyncht wurden. Dies wurde vom Reichsleiter Martin Bormann empfohlen und von den Behörden gedeckt. Der Rothenburger Johann Georg Sturm erschlug bei Wassertrüdingen auf Anweisung des dortigen Kreisleiters einen Piloten, worauf ihm die Amerikaner nach dem Krieg den Prozess machten und ihn in Landsberg hinrichteten (siehe „Mordkomplott: Alliierter Flieger mit dem Spaten erschlagen…Death by hanging“). – Hier die Schilderung des Rothenburger Standortoffiziers Major a. D. Dr. Karl von Seeger (Stuttgart) vom 14. Juni 1946 zum Thema: Weiterlesen






