Stimmen

Respekt. Ich finde eure Arbeit großartig. Respekt für euren Einsatz, gerade in einer Kleinstadt so ein heißes Eisen anzupacken. Denn wie gerade zu sehen und zu erleben ist, ist das alles noch lange nicht vorbei und formiert sich wieder neu. So gesehen ist eure Arbeit nicht hoch genug einzuschätzen.
Brigitte Kolter, 14. März 2016
über facebook

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Anbringen der Gedenktafel für Johann Rößler 2015:

"Fränkischer Anzeiger" vom 21. Februar 2015

“Fränkischer Anzeiger” vom 21. Februar 2015

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 Berichterstattung zur möglichen Straßenumbenennung

  • Etliche Zeitungen haben unserer kritischen Artikel über den früherern NS-Ministerpräsidenten Ludwig Siebert aufgegriffen, nach dem noch heute eine Straße in Rothenburg benannt ist. Hier eine Auswahl der Stimmen:
Dieter Balb im "Fränkischer Anzeiger"

Dieter Balb im “Fränkischer Anzeiger”

Horst M. Auer in "Nürnberger Nachrichten" vom 24. November 2014

Horst M. Auer in “Nürnberger Nachrichten” vom 24. November 2014

„tz“ münchen vom 24. November 2014
Straße nach NS-Funktionär benannt

Rothenburg ob der Tauber – Ludwig Siebert war ein linientreuer Nationalsozialist. Trotzdem ist in Rothenburg ob der Tauber eine Straße nach ihm benannt. Das sorgt für Kontroversen.
Die fränkische Tourismus-Stadt Rothenburg ob der Tauber ist wegen einer Straße in die Kritik geraten, die nach einem hochrangigen NS-Funktionär benannt wurde. Der Betreiber einer geschichtskritischen Internetseite, Wolf Stegemann, hält der Stadt vor, trotz neu aufgetauchter Erkenntnisse weiterhin an der Bezeichnung „Ludwig Siebert-Straße“ festzuhalten.
Bei Ludwig Siebert (1874-1942) habe es sich um einen aktiven Nationalsozialisten und strammen Hitler-Gefolgsmann gehandelt, berichtete Stegemann. Siebert war zudem von 1933 bis 1942 bayerischer Ministerpräsident. „Und man konnte in dieser Zeit nicht Ministerpräsident werden, wenn man nicht enger Vertrauter von Adolf Hitler war“, gibt der in Dorsten (Nordrhein-Westfalen) lebende Redakteur und Publizist zu bedenken.
Besonders befremdlich findet Stegemann, der die Internetseite „Rothenburg unterm Hakenkreuz“ betreibt, dass die Stadtväter sich noch zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erneut für die Benennung der Straße nach Siebert entschieden haben. Siebert war von 1908 bis 1919 Bürgermeister von Rothenburg. Dabei hätten die US-amerikanischen Besatzer mit Blick auf Sieberts unrühmliche Rolle in der Nazi-Zeit die Umbenennung der früheren Siebert-Straße in Untere Bahnhofstraße angeordnet.
Rothenburgs Oberbürgermeister Walter Hartl (parteilos) rechnet derweil im kommenden Jahr mit einer Umbenennung der Straße. Der Stadtrat werde sich im Frühjahr 2015 mit der Frage auseinandersetzen. „Das Ziel sollte die Umbenennung sein“, sagte das Stadtoberhaupt am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Die Stadt beschäftige sich mit der Frage schon länger. Über den Ratsbeschluss aus dem Jahr 1955 wundert sich Hartl rückblickend: „Man wusste, dass Siebert zur NS- Führungsebene gehört hatte und nicht nur ein kleiner Mitläufer war“.

„Süddeutsche Zeitung“ vom 25. November 2014

"Süddeutsche Zeitung", 25. November 2014

“Süddeutsche Zeitung”, 25. November 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Main Post“ vom 25. November 2014
Straße in Rothenburg trägt Namen von NS-Größe

Die fränkische Tourismus-Stadt Rothenburg ob der Tauber ist wegen einer Straße in die Kritik geraten, die nach einem hochrangigen NS-Funktionär benannt wurde. Der Betreiber einer geschichtskritischen Internetseite, Wolf Stegemann, hält der Stadt vor, trotz neu aufgetauchter Erkenntnisse weiterhin an der Bezeichnung „Ludwig Siebert-Straße“ festzuhalten. Bei Ludwig Siebert (1874-1942) habe es sich um einen aktiven Nationalsozialisten und strammen Hitler-Gefolgsmann gehandelt, berichtete Stegemann. Siebert sei zudem von 1933 bis 1942 bayerischer Ministerpräsident gewesen. Rothenburgs Oberbürgermeister Walter Hartl rechnet mit einer Umbenennung der Straße.

„Bald Tölzer Kurier“ vom 25. November 2014

"Bad Tölzer Kurier" vom 25. November 2014

“Bad Tölzer Kurier” vom 25. November 2014

„Augsburger Allgemeine“ vom 25. November 2014
Fränkische Straße trägt Namen einer Nazi-Größe

Zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs benennt der Stadtrat in Rothenburg eine Straße nach NS-Ministerpräsident Ludwig Siebert. Diesen Namen trägt sie bis heute. Ludwig Siebert war nicht nur ein Mitläufer. Als SA-Obergruppenführer und Ministerpräsident Bayerns unter der Herrschaft der Nationalsozialisten kann man Siebert getrost als politische Größe im Verbrechensregime bezeichnen. Fast 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs steht nun wegen Siebert die fränkische Touristenstadt Rothenburg ob der Tauber in der Kritik. Der Betreiber einer geschichtskritischen Internetseite, Wolf Stegemann, hält der Stadt vor, trotz neu aufgetauchter Erkenntnisse weiterhin an der Bezeichnung “Ludwig-Siebert-Straße” festzuhalten.

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Fränkischer Anzeiger am 2. November 2014

FA 2. November 2014

FA 2. November 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hochachtung. Meine größte Hochachtung vor der Arbeit, die ich hier nachlesen und verfolgen konnte. – Erna Rank-Kern, Coburg (22. August 2014)

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Offene Kritik. Diese Rothenburger Online-Darstellung über den Nationalsozialismus in einer Stadt ist eine der besten, die ich bislang gesehen und gelesen habe. Ich gratuliere der Stadt und den Herausgebern für diese spannend geschriebene Lektüre, in der Ross und Reiter genannt werden… – Dr. Thomas Peer Krieger-Neyhues, Hamburg (Email, 2. Juli).

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Vorher nichts gehört. Am Telefon sagte die Rothenburgerin Traudel E., 66 Jahre alt, jetzt Ulm, dass sie von dem Geschehen in ihrer Heimatstadt so betroffen sei, dass sie immer wieder aufhören müsse, weiter zu lesen. Es sei sehr schmerzhaft, wie sie sagt, dass in dieser schönen Stadt so viel Schreckliches passiert sei. Davon habe ich weder in der Schule noch von ihren Eltern etwas gehört – (1. Juli 2014) .

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Künstler in der NS-Zeit. Hallo, suche mehr Infos zu dem Maler Klaus Böhme aus Rothenburg. Gibt es auch ein Werksverzeichnis? Zum Beispiel: Nr. 818 Erker am weißen Turm. Schon jetzt, danke für Ihre Nachricht. Beste Grüße E. Neise

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Kirche im Dorf lassen. Von Herrn Dr. Richard Schmitt vom Verein Alt-Rothenburg erreichte uns am 8. Juni 2014 folgender Kommentar zu dem Artikel „Der Verein Alt-Rothenburg tut sich immer noch schwer, seine Tätigkeit während der NS-Zeit frei von Relativierungen zu veröffentlichen – dies täte Not“,  den wir dort auch veröffentlichten.

Herr Stegemann, auch Sie sind „Kind ihrer Epoche“.  (Wie jeder Mensch.) „Unschuldig“ sind Sie deswegen noch lange nicht – wie wir alle. Was soll Ihre Scheißpolemik gegen den Verein Alt-Rothenburg? Wir wissen doch viel zu wenig über die Rolle des Vereins nach 1933. Nach 1945 war jedenfalls kein ehemaliger Nazi Vorstandsmitglied, der Nazibürgermeister Friedrich Schmidt saß als gewähltes Mitglied im Vereinsausschuss, Ernst Unbehauen war als (von der Stadt ernannter) Stadtheimatpfleger im Ausschuss des Vereins kraft Satzung vertreten. Wo ist die Kirche? Im Dorf. Lassen Sie sie auch dort.

Mit freundlichen Grüßen R. Schmitt

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Rotour, Stadtmagazin für Rothenburg, Mai 2014: „Uberzeugender Internetauftritt durch Vielfalt und Struktur“:

Rotour, Stadtmagazin für Rothenburg und Umgebung, Mai 2014

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Aufarbeitung unverzichtbar. Fast 70 Jahre nach Kriegsende ist dies die ersteumfassende Darstellung der dunklen Zeit von den 1920er-Jahren bis zum Kriegsende für den fränkischen Raum und speziell für Rothenburg. Obwohl die meisten der Akteure bereits verstorben sind, leben deren Nachkommen, werden deren Nachkommen jetzt erst erfahren, wie ihre Vorfahren im nationalsozialistischen System schuldig geworden sind (ob als Täter oder Mitläufer). Mein Vater, meine Mutter und mein Großvater mütterlicherseits haben dazu geschwiegen. In dem engen Raum einer Kleinstadt musste nach dem Krieg ein Neuanfang geschaffen werden. Neben den Verfahren der Entnazifizierung war kein Raum für Diskussionen und Schuldzuweisungen. Viele haben das Trauma des Krieges und des Kriegsendes lange Zeit nicht verarbeiten können. Manche haben es überhaupt nicht geschafft.

Nicht jeder wird „das Wühlen in der Vergangenheit“ begrüßen. Zum anderen ist die sorgfältige Aufarbeitung der Vergangenheit unverzichtbar. Nur durch die Kenntnisse der Fehler in der Vergangenheit können vergleichbare in der Zukunft vermieden werden (das ist das schlagende Argument in diesem Zusammenhang). Da kommt dann auch immer der Hinweis auf die rechte Szene in Deutschland. Auch Hitler und die NSDAP haben ja klein angefangen. Zum anderen: In unserer vernetzten Mediengesellschaft, die eine Wissensgesellschaft ist, kann ich mir eine ähnliche Entwicklung wie nach dem Ersten Weltkrieg nicht vorstellen. – Rolf Schreglmann, München, 2. Mai 2014

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Im „Fränkischen Anzeiger“ stand:

Bericht im "Fränkischen Anzeiger" vom 2. April 2014

Bericht im “Fränkischen Anzeiger” vom 2. April 2014

 

Keine Kameraden. Die Rolle, die zuerst die Rassenthesen in den Köpfen von Hitlers anschwellenden Nazimassen einnahmen, dann (aufsteigend) die zentrale Rolle, die einer sich immer stärker ideologisierenden Wehrmacht im neuen 3. Reich zukam und schließlich die jahrelange Vernichtungspraxis der Ostfeldzüge durch eben diese Wehrmacht als „anderer“ Teil des Hitlerkrieges veranschaulicht Christian Streits „Keine Kameraden: Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941-45“, ein Buch, das bereits 1978 erschien. Vielen heutigen Deutschen hat auch dieses Buch immer noch keine Zusammenhänge hergestellt und die Augen geöffnet. – Ekkehart Tittmann, Rothenburg ob der Tauber, 18. April 2014

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Gelungene Recherche. Sehr geehrte Damen und Herren ! Habe mir in aller Ruhe Eure Website angeschaut. Ich kann nur sagen, ein gelungenes Werk welches die Nazizeit realistisch bearbeitet hat. Diese Aufarbeitung ist genau so gelungen wie „Dorsten unterm Hakenkreuz“. Es wäre schön, wenn es noch mehr solcher Bearbeitungen gebe. Hiermit möchte ich euch meine Hochachtung für die gelungene Recherche aussprechen. Mit freundlichen Grüßen Alfred Vadder, Marl (NRW).

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Abgründe. Herzlichen Dank für diese Internetseite! Ich bin schon tausende Male an dem Ziegelsteingebäude an der Kreuzung vorbeigefahren und habe mich gefragt, was es wohl damit auf sich hat. Sehr interessant und aufschlussreich. Die Jahreszahl der Errichtung des Friedhofes 1899 ist auch sehr interessant. Im gleichen Jahr wurde das Brauhaus fertig gestellt, welches in der Schilderung von Hr. Kerndter eine gewisse Rolle spielt. Nach und nach kann man sich die vergangenen Zeiten ausmalen, auch wenn das oft in Abgründe führt. – Stephan Leidenberger

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Bedrückend. Ein großes Danke an die Herausgeber Herrn Dr. Oliver Gußmann und Herrn Wolf Stegemann für soviel Aufklärung in Sachen „nähere“ Rothenburger Vergangenheit. Großartig, aber auch sehr bedrückend zu lesen. Es gilt daher, auch für mich, die Schatten der Vergangenheit zu lichten, damit solche Gräuel nie mehr passieren können! – B. C. Trautmann-Keller, Rothenburg, 25. März 2014

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Respekt. „Wahnsinnig umfangreich. Respekt vor so viel Arbeit!“ – Günter Heckmann, Rothenburg (über facebook) 24. März 2014

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Gut. „Rothenburg unterm Hakenkreuz find ich gut!“ – Brigitte Büchler, München (früher Rothenburg ob der Tauber) 22. März 2014

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Dieter Balb im „Fränkischen Anzeiger“ vom 21. März 2014:

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