Archiv der Kategorie: Reflexionen

Oberbürgermeister Walter Hartl ließ 2010 ein Blumengebinde vom Grab des im NS-Antisemitismus verstrickten Künstlers wieder entfernen. Ein Essay zur Debatte um Ernst Unbehauen

Von Dieter Balb „Die Angst und Verzweiflung, die er malt, haben ihn nicht erdrückt“ – so steht es in der Würdigung des Künstlers Ernst Unbehauen auf unserer Feuilleton-Seite von 1974. Hoch geschätzt und vielfach geehrt ist er am 23. September … Weiterlesen

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Wiederaufbau: Gekonnte Kopie des Mittelalters und perfektes Disneyland. Begeistert sind nicht nur Touristen, auch Gastwirte, Hoteliers und der Stadtkämmerer

Von Wolf Stegemann Als der Verfasser, der vor dem Galgentor, also außerhalb der Stadtmauern wohnte, und Anfang der 1960er-Jahre als Jugendlicher ein Mädel gut kannte, das innerhalb der Stadtmauern in der Georgengasse wohnte, waren diese unterschiedlichen Wohnplätze Gesprächsthema. Denn das … Weiterlesen

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Nationalsozialistische Zeit ausgeblendet: Rothenburg, eine Stadt der Kontinuität – im Wideraufbau wie im Umgang mit den früheren NS-Funktionären

W. St. – Die wieder aufgebaute Gerlach-Schmiede, ein beliebtes Postkartenmotiv, gewann schnell einen Hauch von Historizität, obgleich das Gebäude vor der Zerstörung 1945 ganz anders aussah. Das 1954 erschienene Merian-Reisemagazin „Die Romantische Straße“ hat die Schmiede auf der Titelseite und … Weiterlesen

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Flucht vor der Geschichte – Täter erklärten sich zu Verführten, Mitläufer zu Opfern: Warum die Deutschen so lange brauchten, bis sie sich ihrer NS-Vergangenheit stellten

Von Dr. Heribert Prantl, SZ-Redakteur Eintrag im Tagebuch des Schriftstellers und späte­ren Diplomaten Wilhelm Hausenstein, niederge­schrieben in Tutzing am Starnberger See am 8. Mai 1945: „Heute Nachmittag im Dankgottes­dienst, dem eine recht würdige Aufführung einer Mes­se von Haydn einigen Glanz … Weiterlesen

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Eine nicht ganz einfache Betrachtung über das Verdrängen und Verschweigen – und wie nach 1945 damit umgegangen wurde – am Beispiel der Jubiläumsbroschüre 700 Jahre Rothenburg

Von Wolf Stegemann Für Theodor W. Adorno galt schon 1959, dass die damals „viel zitierte“ Aufarbeitung der NS-Vergangenheit misslungen sei. Die Vergangenheit selbst, die es aufzuarbeiten galt, so Adorno, war bereits der organisierten Vergesslichkeit und dem übereingekommenen Schweigen anheim gefallen. … Weiterlesen

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Dieter Balbs Artikelserie im „Fränkischen Anzeiger“ brachte 1983 erstmals Erkenntnisse über den Nationalsozialismus in Rothenburg – eine Pioniertat

Von Wolf Stegemann Wer die Geschichte der ehemals freien Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber der letzten 150 Jahre kennt, Einblick hat in kleinstädtische Verzahnungen der gesellschaftlichen und kommunalpolitischen Kreise, wer um die lange anhaltende Rechtslastigkeit im Denken und Handeln der … Weiterlesen

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Tagung der Bundeskadetten 1981 in Rothenburg brachte dem Bürgermeister und Volksschullehrer Fritz Gehringer Verdruss, weil er auf seine SS-Vergangenheit stolz war

Von Wolf Stegemann Am Bundeskadettentag Ende September 1981 in Rothenburg ob der Tauber ließen die Tagungsteilnehmer ihre rund 250 ehemaligen Angehörigen des 1716 von Friedrich Wilhelm I. gegründeten Preußischen Kadettenkorps hochleben. Der Schirmherr, Louis-Ferdinand Prinz von Preußen, lobte in der … Weiterlesen

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