Von Oliver Gußmann und Wolf Stegemann
Nachdem die Rothenburger Juden 1938 aus der Stadt vertrieben waren, bestand die Israelitische Kultusgemeinde Rothenburg ob der Tauber formal weiter, obgleich es keine Mitglieder mehr gab. Ihr gehörte noch der 660 Quadratmeter große jüdische Friedhof mit Leichenhaus an der Würzburger Straße. Rechtlich wurde die jüdische Gemeinde Rothenburg von der Bezirksstelle Bayern der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland (sieh zur Sache weiter unten) vertreten, diesen wiederum vertrat Ernst Israel Oppenheimer, Assessor in München. Dieser musste nach Rothenburg kommen, um am 26. Oktober 1939 im Büro des Notars Ludwig Joetze am Kapellenplatz 7, der von Rechtsanwalt Fritz Zeuschel vertreten wurde, den 364 Quadratmeter großen noch nicht belegten Teil des Friedhof an das Vertreter-Ehepaar Heinrich und Ludmilla Feeß aus der Heugasse 12 zu verkaufen. Weiterlesen







