Von Wolf Stegemann
Einer, der es gut verstand, den „Fränkischen Anzeiger“ durch die für viele Zeitungen politisch gefährlichen Klippen der Jahre des Nationalsozialismus zu steuern, war Hans Schneider vom Verlag und von der Buchdruckerei Gebr. Schneider. Er war Prokurist und, wie man in der NS-Zeit sagte, Hauptschriftleiter (Chefredakteur) des „Fränkischen Anzeigers“. Ab 1936 war es Willi Junker. Der Verleger brauchte nicht zu fürchten, dass seine Zeitung entweder zeitweise verboten oder gar ganz eingestellt werden konnte, denn er gab weder der NSDAP in Rothenburg noch den übergeordneten Parteifunktionären oder der Gestapo dazu Anlass. Der „Fränkische Anzeiger“ war nicht nur dem NS-Regime so eng angepasst, dass – bildhaft gesagt – kein Zeitungsblatt dazwischen passte, bei der Durchsicht der Zeitungsbände gewinnt man schnell den Eindruck, Partei und Zeitung waren eins. Weiterlesen





