Von Detlev Schnitker
Der 30. Juni 1934 gilt als Abschluss der nationalsozialistischen „Machtergreifung”: Die lang schwelende politische Konsolidierungskrise des „Dritten Reichs“ wurde beendet: Die SA als wesentlicher Träger der terroristischen Phase der „Machtergreifung“ wurde entmachtet. Auf der anderen Seite steht der Aufstieg der SS und die Zementierung der Reichswehr als einziger Waffenträger der Nation. Doch die Stabilisierung wurde bezahlt mit einer als „Staatsnotwehr“ bezeichneten Mordaktion, die 85 Menschen das Leben kostete. Die nationalsozialistische Propaganda nannte dies „Niederschlagung des Röhm-Putsches“, was in Wirklichkeit der tödliche Schlag des Regimes gegen den unangepassten, aufbegehrenden SA-Stabschef Ernst Röhm und dessen Führungsclique war. Weiterlesen






