Entnazifizierung (15): Schulleiter Eugen Haas, Kirchengegner und Antisemit, meinte 1948, dass an ihm jetzt „ein teuflisches Verbrechen“ ausgeübt werde!

Spruchkammerakten (Symbolbild)

Spruchkammerakten (Symbolbild)

Von Wolf Stegemann

Er gehörte zu denen, die als Lehrer die Schuljugend mit nationalsozialistischer Ideologie schon von Anfang an geimpft hatten, sie dadurch zu intoleranten und aggressiven Menschen verführten und sie schließlich als Hitlerjugend „dem Führer zum Geschenk“ machten. Das taten viele Lehrer, die meisten jedenfalls. Und in Rothenburg waren es besonders viele Lehrer. In den Entnazifizierungsakten stehen dann die jämmerlichen Entschuldigungen dieser Lehrer, sie hätten für ihre Familie sorgen müssen, sie wären sonst woanders hin versetzt worden, sie wären gezwungen worden, sie hätten die Rektorenstelle nicht bekommen, sie wären den Schülereltern verantwortlich gewesen oder sie stritten alle Vorhalte ab. Etliche Entlastungsschreiben früherer Schüler und Eltern und von ehemaligen NS-Behördenvertretern taten dann das ihre dazu, den braunen Lehrer innerhalb von zwei Stunden weiß zu waschen – und eventuell wieder auf die Schuljugend loszulassen.

Die meisten Zeugen belasteten den Lehrer

Eugen Haas war einer von denen, der allerdings nicht weiß gewaschen wurde. Sein Versuch, sich aus Schuld und Verstrickung herauszuwinden, war jämmerlich. Eugen Haas, geboren 1882 im Irsee, kam 1926 als Lehrer nach Siechhaus, war gottgläubig und von 1932 bis 1945 Parteimitglied. Er übernahm das Amt des Kreiswalters im Reichsbund Deutscher Beamten, dann das des Ortsgruppenleiters und dann noch des Kreisamtsleiters. 1935 wurde er Schulleiter? der Schule am Siechhaus zwischen Gebsattel und Rothenburg. Von 1936 bis 1945 war Eugen Haas Kreisredner, schloss sich der NS-Kirche „Deutsche Christen“ an und wusste 1948 nicht mehr, ob er aus der evang.-lutherischen Kirche ausgetreten war. Bei der Entnazifizierungsverhandlung vor der Spruchkammer Rothenburg am 25. März 1948 sagten 39 Zeugen aus, nicht viele für ihn, aber viele gegen ihn. Bei den Entnazifizierungsverfahren vor der Spruchkammer eine bemerkenswerte Umkehrung. Am Ende beantragte der öffentliche Kläger Adolf Bohn, ihn als „Belasteten“ in die Gruppe II mit Sühnemaßnahmen einzureihen, darunter eine dreijährige Einweisung in ein Arbeitslager und 50-prozentige Vermögenseinziehung. Die Kammer folgte dem Antrag des öffentlichen Klägers allerdings ohne Arbeitslager und Vermögenseinziehung. Der Betroffene legte dagegen Einspruch bei der Berufungskammer Ansbach ein. Die Akten wurden am 11. Mai 1948 dorthin geschickt. Wie das Berufungsverfahren ausgegangen ist, ist hier bislang nicht bekannt, es muss noch Akteneinsicht genommen werden. Dann werden diese Angaben ergänzt.

Er wollte nur aktive Nazis in die Ortsgruppe aufnehmen

In seiner Verteidigungsrede gab Eugen Haas bekannt, dass er „früher Anhänger der linken Seite“ gewesen war. „Früher“ sollte wohl heißen, noch bevor es die NSDAP in Rothenburg gab. Als es sie dann ab 1927 gab, habe er den Versprechungen der Partei geglaubt und sei auch aus ideellen Gründen eingetreten. 1926 kam Eugen Haas von Kirnberg zur Schule nach Siechhaus bei Rothenburg und blieb dort Rektor bis 1935. Danach wurde er Lehrer für die Jungen der 7. und 8. Klassen am Gymnasium Jakobsschule in Rothenburg. In dieser Zeit hatte der Lehrer viele Ämter in der Partei angenommen und glaubte nach 1945, dass seine beruflichen Beförderungen in dieser Zeit nichts mit seinen Aktivitäten in der Partei zu tun gehabt hätten, denn seine Arbeit als Oberlehrer hätte eher etwas zu tun gehabt mit „einem Hausdiener oder Handlanger“. Als er dann die NSDAP-Ortsgruppe übernahm, so berichtete er das der Spruchkammer, hatte er rund 150 Bittgesuche um Aufnahme in die Partei nicht bearbeitet. Der Grund:

„Es passte mir nicht, bloß solche Leute in die Partei aufzunehmen, die aus einer Mode heraus oder um einen Vorteil zu haben, sich zum Nationalsozialismus bekannten, die aber, wenn sie etwas tun sollten, ihre Ruhe haben wollten. Ich hatte kein Interesse daran, das recht viele in die Partei eintraten …“

Eigentlich ein recht eigenartiges Verteidigungsargument, denn nicht die Masse, sondern die Aktivitäten machen eine Partei stark. Aktive Nationalsozialisten hatte er anscheinend für gut gehalten.

Immer das gleiche Spiel: Ein Nazi entlastet den anderen

Pfarrer August Müller, selbst NSDAP-Mitglied gewesen, ausgewiesener Nationalsozialist und „Deutscher Christ“ bekundete als Zeuge, dass er Eugen Haas, ebenfalls „Deutscher Christ“ sehr dankbar war, da dieser ihm für den nationalsozialistischen Gottesdienst in der Hl. Geistkirche seinen Knabenchor angeboten hatte. Und Eugen Hass müsse sich mit Dekan Jelden gut verstanden haben, meinte der Zeuge, denn dieser habe Haas zu dessen Einführung eine Torte geschenkt. – Ebenfalls eine eigenartige Argumentation. Der frühere Schulrat (ab 1938) Adolf Meyer, der vorher NSDAP-Kreisleiter in Neustadt a. Aisch gewesen war, sagte aus, dass es keine Beanstandungen über Eugen Haas gegeben habe. Ob er im Unterricht aus den NS-Zeitungen „Völkischer Beobachter“ und dem antisemitischen „Stürmer“ vorlas, wie behauptet werde, könne er nicht sagen.

Viele Lehrer, die als Zeugen vorgeladen waren, wussten entweder nichts oder sie sagten nichts Nachteiliges über ihren früheren Kollegen. Auch seine frühere Schreibkraft in der NSDAP-Ortsgruppe, Mina Schalk, schilderte ihren früheren Chef als solchen, über den Schlechtes getuschelt wurde, der aber anders war, nämlich gut, der auch vielen Menschen geholfen habe.

Namen von Kirchgängern und Prozessionsteilnehmern aufgeschrieben

Vorgeworfen wurde dem Lehrer Eugen Haas, dass er das politische und kirchliche Verhalten vieler Rothenburger an die Kreisleitung weitergeleitet hatte. Und er soll manche Situation auch als Beweis fotografiert haben. Darunter auch die Fronleichnamsprozession von 1937. Dazu sagte Studienrat Krebs, dass er zusammen mit dem Regierungsrat Wolz an der Spitze der Beamten teilgenommen hätte und beide dabei feststellten, dass in der Höhe des Hotels Hirschen Kreisleiter Steinacker, die NSDAP-Ortsgruppenleiter Wobst und Götz sowie Eugen Haas standen und die Teilnehmer der Prozession „scharf fixierten“. Bemerkungen seien keine gefallen. „Es wurden aber Aufnahmen von uns gemacht.“ Das bestätigte auch Regierungsrat Wobst. Krebs erläuterte dann seinen starken Verdacht, dass Haas an seiner Nichtbeförderung wegen seiner politischen Einstellung Anteil hatte.

Ein anderer Zeuge, Gottfried Barth, bestätigte, dass er gesehen hat, wie an Fronleichnam Eugen Haas Namen der Beteiligten aufgeschrieben hat. Auch Stadtkirchner Georg Wild sagte über Haas: „Es war in Rothenburg ja auch allgemein bekannt, dass Haas der größte Gegner der Kirche war.“ Die Sängerin Brunhilde Feige, Tochter des von NS-Bürgermeister Dr. Friedrich Schmidt verfolgten Stadtkantors Hans Feige, der bei der Anschluss-Abstimmung Österreich mit Nein gestimmt hatte, sagte aus, dass anderntags, als dies bekannt wurde, Schulkinder vor ihrem Haus standen und „Feige, du Lump, du Kommunist!“ riefen. Es seinen Schüler der Haas-Klasse ohne ihren Lehrer gewesen. – Hans Wissingers Frau spielte in Detwang die Orgel. Das wollte der Nationalsozialist Eugen Haas unterbinden und lud deshalb den Ehemann, Hans Wissinger, Postschaffner aus der Lehmusstraße vor. Dazu Hans Wissinger:

„Später wurde ich von Herrn Haas noch einmal vorgeladen und er erklärte mir ziemlich energisch, wenn ich den Organistendienst meiner Frau nicht untersagen würde, müsste er dies weitermelden und dann könnte ich mit einer Versetzung rechnen.. Ich bin bei der ersten Vorladung von Herrn Haas anständig behandelt worden, aber bei der 2. Vorladung war sein Ton wesentlich schärfer und ich hatte nicht den Eindruck, dass er mir eine gutgemeinte Ermahnung erteilen wollte.“

Dazu Eugen Haas:

„Ich bin deswegen eingeschritten, weil es von der Partei aus allgemein verboten war, dass Leute, die in der Partei angehören oder im Staatsdienst stehen, sich kirchlich betätigten.“

Der nächste Zeuge, Müllermeister Hans Schindler von Siechhaus, sagte allerdings aus, dass Eugen Haas selbst bei Beerdigungen auf der Orgel spielte. Er wisse dies genau, denn er war damals im Kirchenvorstand.

„Das Judenbalg gehört ins Arbeitshaus!“

Luise Markert aus der Burggasse gab zu Protokoll, dass ihre Tochter „jüdisch versippt“ sei und deswegen jede Arbeit annehmen musste, Haas hatte sie auf Bitten der Mutter bei Verwandten als Dienstmädchen untergebracht, wo sie aber nur Drecksarbeit hätte verrichten müssen. Sie wollte dort nicht bleiben. Daher ging Luise Markerts Mutter, also die Großmutter des Mädchens, zu Eugen Haas, der sie anschrie: „Das Judenbalg gehört ins Arbeitshaus!“ Die Tochter kam später zur Familie Attmannsbacher, wo sie vier Jahre treu und fleißig arbeitete.  Haas 1948 befragt, wie er zu dieser belastenden Äußerung stehe, stritt sie ab. Ihm hätte das kleine Mädel leid getan, das in der Stadt überall verstoßen war.

Aus dem „Völkischen Beobachter“ und „Stürmer“ vorgelesen

Ein früherer Schüler sagte, dass er über das Lesen der antisemitischen Zeitung „Stürmer“ im Unterricht nichts wisse. „Herr Haas war unser bester Lehrer und wir haben auch etwas bei ihm gelernt.“ Ein Mitschüler meinte aber: „Aus dem ,Völkischen Beobachter’ hat er uns vorgelesen, was für Themen es waren, weiß ich nicht mehr. Herr Haas war sehr gut zu uns und wir haben auch gut bei ihm gelernt.“ Ein anderer Schüler: „Aus Zeitungen ist manchmal vorgelesen worden, auch aus dem ,Stürmer’. Dass er gegen die Juden gesprochen hätte, kann ich nicht sagen. Über Politik ist vom Lehrer fast gar nicht gesprochen worden.“ Wieder ein  anderer erinnerte sich:

„Es war gut bei Lehrer Haas, er war ein prima Lehrer, gegen den nichts zu sagen ist. Aus dem ,Völkischen Beobachter’ wurden manchmal Gedichte vorgelesen. Und wiederum ein anderer erinnerte sich ebenfalls daran: „Aus dem ,Völkischen Beobachter’ hat er uns vorgelesen …. Er hat uns auch nicht gegen die Eltern aufgehetzt.“

Gebhardt Lörler aus der Erlbacher Straße erinnerte sich an seine Schulzeit bei Lehrer Eugen Haas.

„Der ,Stürmer’ wurde in unserer Klasse gelesen und auch immer im Klassenzimmer aufgehängt, ebenfalls die ,Parole’. Auch der ,Völkische Beobachter’ wurde gelesen… Bei den Judenaustreibungen mussten die Klassen geschlossen anmarschieren.“

Ähnliches gab Willi Jakobi zu Protokoll. Georg Ort sagte: „Soviel ich mich erinnern kann, wurde unsere Klasse bei den Judenaustreibungen durch Herrn Lehrer Haas geschlossen geführt, genau darauf kann ich mich aber nicht mehr besinnen. Soviel ich mich erinnern kann, war Lehrer Haas dabei, ob er hetzerisch gegen die Juden gesprochen hat, weiß ich heute nicht mehr.“

Belastungszeuge sollte sich bei Haas entschuldigen

Pfarrer Oskar Stahl hatte mit Eugen Haas ganz andere Begegnungen. Es gab Schwierigkeiten mit dem Religionsunterricht, gegen dessen gesetzliche Pflicht Haas öfters Gründe fand, ihn ausfallen zu lassen. Einmal hat Haas nach der Bibelstunde am Ausgang gewartet und allen Kindern die Bibel mit den Worten abgenommen:

„Die Bibel gehört auf den Misthaufen, das sind veraltete Ideen und in zehn Jahren wird das Buch ,Mein Kampf’ die Bibel des deutschen Volkes sein.“

Auch hat Pfarrer Stahl selbst gesehen, wie der Lehrer am Eingang der Jakobskirche die Leute aufschrieb, die herein- und herauskamen. Dann sagte der Zeuge:

„Er ließ auch die Kinder an den Judenverfolgungen teilnehmen. Es wäre eigentlich regulärer Religionsunterricht gewesen, aber die Kinder wurden geschlossen dazu befohlen, vor den Judenhäusern bei der Austreibung zu johlen und zu schreien. Sie mussten Möbelstücke mit heraustragen und alte Leute verspotten. Herr Haas war natürlich auch selbst dabei…“

Daraufhin beschimpfte der Verteidiger den Zeugen, dass aus dessen Aussagen „deutlich ein persönlicher Hass“ spreche und verlangte von Pfarrer Stahl eine Entschuldigung gegenüber seinem Mandanten. Der Vorsitzende der Spruchkammer ergriff nun das Wort und maßregelte den Verteidiger, der nicht das Recht habe, einen vom Kläger geladenen Zeugen zu beleidigen. Danach meldete sich Eugen Haas zu Wort und stritt ab, jemals gesagt zu haben, dass die Bibel auf den Mist gehöre. „Ich finde diese Aussage einfach lächerlich.“

Schulklasse musste bei der Synagoge der Judenvertreibung zusehen

Die Zeugin Hedwig Nürnberger, damals Schülerin, gab zu Protokoll:

„Herr Haas erklärte uns die Deutsche Weihnachtsfeier und schimpfte über die alten Juden und sagte zu uns, wir sollten jetzt noch nicht an die Ewigkeit denken, wir seien noch so jung. Er hat uns Gräueltaten von den Juden erzählt. Am Tag der Judenaustreibung musste die Klasse zur Synagoge marschieren, Ortsgruppenleiter Götz hat gesprochen, ob Herr Haas auch dabei war, weiß ich nicht. Wir mussten rechten Krach machen und schreien, was mit den Juden direkt geschehen ist, weiß ich nicht.“

Hanni Hirsch, Schülerin, sagte aus, dass Haas in der Klasse gedroht hätte, wer weiterhin zur Evangelischen Gemeindejugend gehe, würde bestraft werden. Ein Kollege von Eugen Haas, Georg Gunst, sagte aus, dass Haas ihn einmal überreden wollte, das Zeug mit den Juden im Religionsunterricht nicht mehr zu behandeln. Gunst erklärte, dass dies gesetzlich vorgegebener Unterrichtsstoff sei. Darauf meinte Haas, man sollte dies dennoch nicht tun. Folgen hatte das Gespräch für Gunst nicht. Der Zeuge legte damals den Religionsunterricht nieder, weil er in einem Klassenraum der Klasse Haas, in dem eine „nationalsozialistische Stimmung“ herrschte, nicht unterrichten konnte:

„Die Wände hingen voll nationalsozialistische Zeitungen wie .Stürmer’ usw., das musste ja die Kinder beeinflussen.“

Kinobesitzer Robert Fritz erklärte, dass Eugen Haas während einer Werbeveranstaltung des Kreisleiters für die Waffen-SS herumgegangen sei, und die Zuhörer aufgefordert hätte, der Waffen-SS beizutreten. Eugen Haas sagte zu mir: „Geh zu, meld dich doch.“

Eugen Haas rief zum Schluss den Herrgott an

Schulrat Ernst Keller, der als letzter Zeuge aufgerufen war, bestätigte viele dieser schändlichen Handlungsweisen Eugen Haas’ in der Schule und meinte noch, dass er ihn  schon lange Zeit kenne, dass Eugen Haas „anfangs ein sehr kollegialer Mensch“ und auch „sehr gutmütig“ gewesen war.

„Es war ja in Rothenburg eine allgemein bekannte Tatsache, dass Lehrer Haas ein Gegner der Kirche war. Später musste ich dann aber feststellen, dass Haas bedeutend ruhiger wurde. Dies merkte man an den Reden bei den Schulabschlussfeiern. Zuletzt war es nur noch ein Gruß auf den Führer.“

Offensichtlich haben der Nationalsozialismus und die Machtfülle, die Eugen Haas durch seine Parteiämter und einschüchternde Parteiuniform besaß, gravierend verändert. Eugen Haas hatte im Spruchkammerverfahren das letzte Wort, ein jämmerliches, mit dem er die Richter ermahnte, nach Recht und Gerechtigkeit zu urteilen. Er richtete eine Bitte an den von ihm einst so verschmähten Herrgott:

„Ich weiß, was ich getan habe und das ist nun nicht mehr ungeschehen zu machen. Ich weiß aber auch, dass große Lügen über mich verbreitet worden sind… Es ist ein teuflisches Verbrechen, das an mir ausgeübt wird. Es ist nichts davon wahr, was man mir in die Schuhe schiebt… Ich möchte mich der Bitte meines Verteidigers anschließen, urteilen Sie nach Recht und Gerechtigkeit und nach bestem Wissen und Gewissen. Sonst habe ich nichts dazu zu sagen, ich kann nur die eine Bitte an unseren Herrgott richten, dass er mich gesund erhalten soll, damit ich bis zum Erhalt einer Unterstützung noch arbeiten kann.“

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Quelle: Staatsarchiv Nürnberg, Spruchkammer Rothenburg, H 10

 

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