Von Wolf Stegemann
Schon früh betonte Adolf Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“, welches Ziel der Sport im Dritten Reich einzunehmen habe: „In erster Linie das Heranzüchten gesunder Körper“. Auf mehreren Seiten schreibt Hitler von allgemeinen Voraussetzungen geistiger Leistungsfähigkeit und stellt dabei die rassische Qualität und den gesunden kraftvollen Körper in den Vordergrund. Er war der Auffassung, dass man einen gesunden Geist nur in einem gesunden Körper finden könne. Hierin griff er die verkürzt interpretierte Redewendung „mens sana in corpore sano“ des römischen Satirikers Juvenal auf. Im Umkehrschluss führt eine solche Behauptung geradewegs in die Diskriminierung Körperbehinderter. Hitler meinte, ein Staat müsse sich in erster Linie um die körperliche Ausbildung seiner Bewohner kümmern und erst in zweiter Linie um die geistige. Ein körperlich gesunder Mensch, mit einem festen Charakter, Entschlussfreudigkeit und Willenskraft sei für die Volksgemeinschaft wertvoller als ein geistreicher Schwächling. Der Staat habe dafür Sorge zu tragen, den jungen Körper von frühester Kindheit an zu trainieren, um ihn für das spätere Leben zu formen. Sport sei aber nicht nur dazu da den Einzelnen stark zu machen, er soll außerdem jeden abhärten. Jeder muss lernen, auch Ungerechtigkeit zu ertragen. Weiterlesen






