Chronik von St. Jakob: Letzte Kriegsereignisse und das Ende – Einmalig der jüdische Gottesdienst in der Franziskanerkirche

Jakobskirche-oben-gutVorbemerkung: Im evangelischen Pfarrarchiv in Rothenburg ob der Tauber liegen Aufzeichnungen  von Oskar Stahl, der von 1935 bis 1950 Pfarrer an St. Jakob war. Er berichtet darin in tagebuchähn­lichen Berichten von seinen Erlebnissen und Erfahrungen während der letzten Kriegstage des Jahres 1945. Sie sind Ergänzungen zu den wenigen zeitgenössischen Berichten über diese schicksalhaften Tage. Die handschriftliche Ausfertigung der Aufzeichnungen, die im Besitz der Tochter des Pfarrers sind, wurden bereits in den Heften „Rund um St. Jakob“ (70 und folgende) veröffentlicht, ebenso 2001 in der vom Verein Alt-Rothenburg herausgegebene Juni-Beilage „Die Linde“ des „Fränkischen Anzeigers“.

Die Chronik Pfarrer Oskar Stahls

Jakobskirche altWas unsere Gemeinde im Krieg 1939/45 erlebt hat, die Errichtung von Lazaretten in ih­rer Mitte, die Aufnahme zahlreicher Evakuierter, die Sicherstellung der Kunstwerke in ihren Kirchen, so viele Gedächtnisgottesdienste für ihre Gefallenen und anderes, ist in der Kirchenchronik des Pfarramtes von mir ausführlich dargestellt. Hier soll nur ein Ausschnitt aus dieser geboten werden, der die Kriegserlebnisse der Gemeinde darstellt in den letzten Monaten bis zum Zusammenbruche der deutschen Armee. Abgesehen von einem Bombenangriff in der Nacht vom 12. auf 13. Oktober 1941, dem 4 Scheunen in der Stadt, ein Wohnhaus und ein Menschenleben zum Opfer fielen, ist Rothenburg den ganzen weiteren Krieg hindurch von Angriffen verschont geblieben, bis das Näher­rücken der Front im Westen auch unserer Gemeinde noch schwerere Leiden und emp­findlichere Schäden zufügte. Davon sollen die folgenden Zeilen berichten.

16. Juli 1944: Zum ersten Male muss der Hauptgottesdienst wegen Fliegeralarm unterbrochen wer­den, und zwar schon nach dem ersten Vers des Gemeindeliedes. Er kann an diesem Sonntag nicht mehr nachgeholt werden.

19. Oktober 1944: Während der Predigt im Wochengottesdienst in der Franziskanerkirche Fliegeralarm. Die Predigt wird abgeschlossen und die Gemeinde von der Kanzel aus mit dem Segen entlassen. Es wird die Regelung eingeführt: Wenn der Sonntagsgottesdienst vor der Pre­digt unterbrochen wird, so wird er 19 Uhr 30 abends in der Franziskanerkirche nachge­holt.

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Bomben-Flugzeuge über der Stadt

26. November 1944: Totensonntag. Am Schluss der Predigt Voralarm. Der Gottesdienst kann aber trotzdem ungestört zu Ende geführt werden. Neue Regelung: Bei Voralarm geht der Gottesdienst weiter, bei Hauptalarm wird er unterbrochen, d. h. die Gemeinde sofort mit dem Segen entlassen. Bei Unterbrechung vor der Predigt wird der Gottesdienst jetzt um 16 Uhr nachgeholt, und zwar in der Jakobskirche. Abendgottesdienste in der Franziskanerkir­che sind jetzt nicht mehr günstig. Wenn auch die Franziskanerkirche verdunkelt werden kann, so ist doch der Kirchenweg in der Dunkelheit, da nirgends Lichter brennen dür­fen, für viele Gemeindemitglieder zu beschwerlich bzw. unmöglich. In diesen Tagen kommen viele Flüchtlinge aus Merzig und Saarbrücken nach Rothenburg, ca. 1.000 in die Stadt, ca. 3.000 in die umliegenden Dörfer. Seit 12. November müssen die Männer (von 16-60 Jahren) – soweit noch daheim – jeden Sonntag zum Volkssturm antreten, meist vormittags 8 Uhr. Das Exerzieren dauert den ganzen Vormittag. Das merkt man auch am Kirchenbesuch.

26. November 1944: Viele Männer (2 Kompanien) des Volkssturms, darunter sehr treue Gemeindeglieder, müssen nach Grafenwöhr einrücken, um nach 10-tägiger Ausbildung an der Front ein­gesetzt zu werden. – Von Mitte Dezember 1944 bis Ende Januar 1945 sind Schulferien, damit Kohlen gespart werden. Am 24. 1. wird das Jungmännerzimmer beschlagnahmt von der Lazarettverwaltung, weil es als Schreibstube für das Lazarett dienen soll, in das auch das Jakobsschulhaus umgewandelt wird.

31. März.1945: Vormittags 11 Uhr ein furchtbarer Terrorangriff durch feindliche Flieger auf Rothen­burg, durch Brandbomben und Phosphor. Die halbe Stadt brennt ab in wenigen Stunden. Wind, Wassermangel. Hauptsächlich Galgen-, Röder-, Weng-, Stollengasse, Rosen­gasse, Kapellenplatz. In die Kirche (Dachboden) fällt eine Brandbombe, die aber sofort (von Kirchner Georg Wild) gelöscht wird. Ebenso ist es im Jakobpfarrhaus. Das Jakob­schulhaus brennt ab, das Erdgeschoss bleibt jedoch stehen. Das Inventar unserer Gemeindejugend wird gerettet. Man hört den Geschützdonner von der Front immer näher. Die Kirche ist wie ein Lager von Möbeln und Hausrat, das dort geborgen wird.

1. April 1945: Ostersonntag. Infolge der Feuersnot, welche die ganze Nacht hindurch noch angedauert hat und jetzt noch Löscharbeiten nötig macht, kommt niemand zum Gottesdienst und zum Abendmahl. Doch findet die Osterfeier auf dem Friedhof um 7 Uhr ungestört statt von Pfarrer Stahl: 1. Petri 1,1-9 mit den Liedern 150 und 560 („Willkommen, Held im Streite“ und „Auferstehn, ja auferstehn“). In der Umgebung von Rothenburg wird eine Abwehrfront errichtet gegen die Amerikaner, die im Anrücken sind. Artillerie- und Flak-Stellungen bei Neusitz, Brunzendorf, Brunnenhölzle usw. Der Dekan Jelden hält trotz Tieffliegern Gottesdienst und Abendmahl in Gattenhofen, muss aber wegen Ge­fahr auf der Straße den Heimweg durch das Rubachtal machen.

2. April 1945: Auch am Ostermontag konnte in Rothenburg noch kein Gottesdienst stattfinden. Dage­gen wurde in Detwang die Konfirmation gehalten von Pfarrer Stahl. Die Feier wie auch das anschließende Abendmahl verliefen ungestört, wenn auch Kanonendonner und Ma­schinengewehrfeuergeknatter, besonders von Norden und Westen her, dauernd in die Kirche hereinklangen.

3. April 1945: Man schläft nachts in den Kleidern, oft nur sitzend, und muss oft in den Keller gehen wegen der vielen Alarme. Wiederholt schießen Tiefflieger auch bei Tag. Es gibt einige Verletzte und auch Tote. – Viele deutsche Soldaten fluten, besonders das Taubertal he­rauf, von der Front zurück, einzeln oder in Gruppen, völlig aufgelöst, und werden in den Häusern über Nacht aufgenommen.

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Die Stadt brannte zwei bis drei Tage lang

4. April 1945: Die etwa 30 Todesopfer, die der Terrorangriff vom 31. 3. gefordert hat, werden in zwei Massengräbern auf dem Friedhof durch Dekan Jelden bestattet. Vor der kirchlichen Be­erdigung, die ausdrücklich von den Angehörigen gewünscht wurde, hat eine Ehrung von Seiten der Partei (NSDAP) am Grabe stattgefunden. Dabei wurde – vielleicht das letzte Mal für immer – noch einmal das Horst-Wessel-Lied gesungen, hauptsächlich von dem angetretenen Arbeitsdienst.

5. April 1945: Man hört, dass die Ortschaft Gollhofen brennt und dass die Feinde (Panzerspitzen der Amerikaner) schon in Windsheim eingedrungen seien.

6. April 1945: Der dritte Evakuierungszug geht von Rothenburg ab in die Gegend von Eichstätt, um Flüchtlinge, die wegen des nahenden Feindes Rothenburg verlassen wollen, mitzuneh­men.

7. April 1945: Die Front steht bei Lichtel und Mergentheim. Verwundete und Tote werden hierher ge­bracht von dort. Gärtner Rössler wird an der Friedhofsmauer standrechtlich erschossen, weil er vom Volkssturm, mit dem er von hier ausgezogen war, ohne Erlaubnis zurück­kehrte.

8. April 1945: Weißer Sonntag. Viel Fliegeralarm Tag und Nacht. Kurzer Gottesdienst mit schwacher Beteiligung von Kirchenrat Jelden in der Jakobskirche. – In Kirnberg Konfirmation von Pfarrer Stahl bei starkem Schießen der Flak. Nahe dem Wildenhof werden deutsche Ar­tilleriestellungen aufgebaut. Viele deutsche Soldaten in der Stadt und in den Dörfern. Auch bei Neusitz deutsche Geschütze.

10. April 1945: Viel Fliegerbeschuss, drei Häuser werden mit Sprengbomben belegt, eins ganz zerstört. Vier Soldaten werden durch Bordwaffen verwundet. Mehrere Soldaten werden in ge­meinsamem Grab beerdigt.

11. April 1945: Acht Soldaten werden in einem Massengrab beerdigt, die teils von der nahen Front, teils vom Hauptverbandsplatz Neusitz, teils von hiesigen Lazaretten eingeliefert wurden.

Zerstörtes Jakobsschulhaus neben der Kirche

Zerstörtes Jakobsschulhaus neben der Kirche

13. April 1945: Ein Mädchen aus Niederstetten, durch Geschoss getötet, wird zusammen mit verschie­denen katholischen Soldaten in einem Grab beerdigt. Der evangelische und der katholi­sche Pfarrer halten nacheinander getrennt die Einsegnung. Im Krankenhaus liegen sehr viele Schwerverwundete, so dass auch Kohlen- und Holzlager und andere Räume des Erdgeschosses sowie sämtliche Gänge mit Betten oder Notbetten belegt werden müs­sen.

14. April 1945: Eine gemeinsame Soldatenbeerdigung findet statt für etwa 12, teils evangelische, teils katholische Soldaten. Die Feier wird eingerahmt durch Gesänge unserer evangelischen Chorschule. Dann hält der katholische Dekan Lesung und Gebet und Einsegnung, da­rauf Pfarrer Stahl Grabrede über Römer 8, 31-39, Gebet und Einsegnung. Schluss wie­der evangelischer Chorgesang. Die ganze Nacht vom Samstag auf Sonntag starkes Ar­tilleriefeuer auf beiden Seiten.

15. April 1945: Trotz starkem Artilleriefeuer in nächster Nähe findet in Detwang Gottesdienst statt durch Pfarrer Stahl. In der Jakobskirche predigt vormittags 8 Uhr (weil später meist Flie­geralarm) Pfarrer Bändel. Dekan Jelden hält Gottesdienste in auswärtigen Gemeinden. Die Jugendbibelstunden finden nach wie vor statt, mit Kerzenbeleuchtung, weil es seit dem Brand vom 31. 3. keinen elektrischen Strom mehr gibt.

16. April 1945: Die schwerste Nacht für Rothenburg im Krieg neben der vom Karsamstag auf Oster­sonntag. Man wartet mit Bangen in den Kellern, ob Rothenburg als freie Stadt erklärt und die Feinde kampflos einziehen oder ob die Stadt verteidigt und vom Feinde be­schossen wird, ja – ob es vielleicht zu Straßenkämpfen kommen wird. Sechs Parlamen­täre kommen von Richtung Schweinsdorf zu Verhandlungen in die Stadt. Diese finden im Wildbad statt. Abends und nachts werden starke Brände beobachtet in Leuzenbronn, Hemmendorf, Reutsachsen usw. Gegen Morgen erfährt man, dass die Parlamen­täre wieder abgefahren sind, dass die deutschen Truppen auf ihrem Rückzuge nur bis zum Stadtrand kämpfen, sich aber dann von den Amerikanern absetzen sollen.

Rathausturm und Jakobskirche heute

Rathausturm und Jakobskirche heute

17. April 1945: Gegen 9 Uhr früh sind feindliche Panzerspitzen in der Stadt. Rathaus und einige andere öffentlichen Stellen werden vom Feinde besetzt, Polizei entwaffnet, einige wenige deut­sche Soldaten, die noch in der Stadt sind, werden gefangen genommen. Deutsche Poli­zei, begleitet von bewaffneten Amerikanern, ruft in den Straßen aus, dass alle Waffen von der Zivilbevölkerung abgeliefert werden müssen und dass niemand sein Haus ver­lassen dürfe. Dann erfolgt der Einzug der amerikanischen Truppen. Viele große und kleine Panzerwagen, viele motorisierte Maschinengewehre, viele LKW mit Munition und Verpflegung. Kein Pferd, keine Fußtruppen. Schwarze und Halbschwarze sind dabei, hauptsächlich als Fahrer. Die Disziplin ist sehr gut. Es kommen keine Übergriffe vor. Der amerikanische Gouverneur nimmt sofort mit dem Pfarramtsführer Fühlung auf, zeigt Entgegenkommen und ist Vorstellungen zugänglich und gibt Möglichkeit zu vermitteln und zu klären.

18. April 1945: In der Stadt müssen viele Wohnungen geräumt werden, um den Amerikanern als Quar­tier zu dienen. Die Pfarrhäuser aber werden davor bewahrt und vor aller Belästigung geschützt durch besondere Plakate: „off limits“. Auf dem Friedhof werden ca. 12 deut­sche Soldaten von Pfarrer Stahl eingesegnet, die beim Kampf außerhalb der Stadt noch gefallen oder an ihren Wunden gestorben sind. Da das Massengrab noch nicht gemacht ist, musste Einsegnung in der Leichenhalle stattfinden. Die Leichen liegen z. T. nackt auf dem Boden; es ist nicht einmal Papier vorhanden, sie zu decken. Doch singen unse­re Chorschüler aus einer gewissen Entfernung. Text zur Einsegnung ist Psalm 103, V. 8-13 u. 15-18. – Eine Besichtigung von Detwang ergibt, dass Kirche und Friedhof un­versehrt geblieben sind. Nur etliche Fensterscheiben sind durch die Sprengung der 2 Brücken (von deutscher Hand) eingedrückt worden. Der Detwanger Riemenschneider­-Altar ist von Kirchenpfleger Klenk in den Bachschen Keller geschafft worden zur Siche­rung gegen Diebstahl durch Feinde. Viel amerikanisches Militär ist in der Stadt. Man hört, dass Nürnberg von den Amerika­nern erobert sein soll.

20. April 1945: In Detwang wird ein Feldwebel beerdigt, der noch bei den letzten Kämpfen an der Stegmühle gefallen ist. Pfarrer Stahl hält die Grabrede über Jes. 54,10. Die Detwanger Kinder singen am Grab. Die Gemeinde beteiligt sich.

21. April 1945: Der Detwanger Riemenschneider-Altar wird aus dem Bachschen Keller wieder in die Kirche zurückgebracht.

22. April 1945: Um 10 Uhr 30 halten die Amerikaner in der St. Jakobskirche ihren Sonntagsgottesdienst (Lutheraner). Zivilisten und Deutsche dürfen sich an dem Gottesdienst nicht beteiligen. Sie nehmen alle ihre Gewehre mit in die Kirche.

24. April 1945: Auf der Detwanger Talwiese und auf dem Heckenacker haben schwarze Truppen ein großen Zeltlager aufgeschlagen.

29. April 1945: Die Amerikaner (Methodisten) halten in der Franziskanerkirche ihren Sonntagsgottesdienst. Etwa 200 Beteiligte (mit Gewehr).

6. Mai 1945: 10 Uhr in der Jakobskirche Amerikaner (luth.) Gottesdienst. Um 11 Uhr kath. Gottesdienst für die Amerikaner in St. Jakob, weil in der katholischen Kirche Ukrainer Ostern feiern. Nach dem Kindergottesdienst in der Franziskanerkirche um 12 jüdischer Gottesdienst.

7. Mai 1945: Kriegsende.

13. Mai 1945: Um 10 Uhr haben Amerikaner lutheranischen Gottesdienst und um 11 Uhr katholi­schen; beide in der Jakobskirche.

28. Mai 1945: In Detwang werden 10 Männer von den Amerikanern verhaftet, weil in der Tauber Mu­nition gefunden wurde. Unter den Verhafteten sind: Friedle, Forstmeier, Pehl, Thürauf.

30. Mai 1945: In den vergangenen Tagen brachen von Amerikanern befreite russische Kriegsgefange­ne im Luftschutzkeller der Jakobsschule ein. Sie öffneten gewaltsam die Kisten, in denen die bunten Glasfenster und die Holzfiguren der Altäre der Jakobskirche untergebracht waren. Durch rechtzeitiges Eingreifen des Pfarramts wurden Zerstörungen verhindert. Als Dekan Jelden aus Sorge allein in den Keller stieg, wurde er an die Wand gedrückt und schwer bedroht. Seine Rettung war, dass ein amerikanischer Oberst, dem er die Kir­che gezeigt hatte, nachgestiegen kam und mit dem Revolver die Wütenden bedrohte. Doch wurde ein goldener Kelch und ein altes Kirchenbuch, beides Eigentum der Hl. Geist-Gemeinde, von den Einbrechern entwendet (wieder gefunden).

Die geschnitzten Altarfiguren werden nunmehr wieder in der Jakobskirche aufge­stellt. Die Steinfiguren bekommen wieder ihre alten Plätze auf ihren Postamenten. Die gemalten Glasfenster bleiben in den Kisten verpackt, weil sie noch nicht wieder einge­setzt werden können, da die Spezialfirma hierfür, Fa. Zettler, München, ihre Arbeit noch nicht wieder aufgenommen hat. Doch werden auch diese Kisten jetzt in die Ja­kobskirche geschafft und hinter dem Hochaltar aufgestellt.

Über den weiteren Verlauf der Nachkriegsereignisse, die Errichtung eines Gefange­nenlagers durch die Amerikaner, das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Besatzung, die Stellung der vielen Evakuierten zur Kirche usw. berichtet die ausführlichere große Kriegschronik [von Pfarrer Stahl. Sie gilt bis jetzt als verschollen]. Hier sollten nur die Ereignisse dargestellt werden, welche die Jakobsge­meinde betrafen in den Tagen und Wochen, während welcher die Kriegswelle über die Stadt Rothenburg selbst dahinbrauste. Möge der Gemeinde aus ihrer schweren Heimsu­chung, besonders am 31. März 1945, an dem ein Drittel der Stadt in Flammen aufging und in Asche gelegt wurde und etwa 4.000 Menschen obdachlos wurden, reicher inne­rer Segen erwachsen. Möge der starke Gottesdienstbesuch, der seit jener Zeit zu ver­zeichnen ist, anhalten und möchten viele Menschen durch die Trübsal ins Reich Gottes geführt werden.

 

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